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Ich wurde von einer Mücke gestochen – Du hast sie bestimmt provoziert! Plakatkampagne führt Vorurteile und Vorwürfe gegenüber vergewaltigten Frauen ad absurdum

Mit einer auffälligen Plakatkampagne, die ab dem 20.3.2018 an den Bielefelder Litfaßsäulen zu sehen ist, unterstützt der Frauennotruf Bielefeld e.V. Frauen und Mädchen, die sich nach einer Vergewaltigung ungerechtfertigten Vorurteilen und Vorwürfen ausgesetzt sehen.

 

Warum war sie alleine oder so spät unterwegs, warum hatte sie an, was sie an hatte, warum hat sie Alkohol getrunken, warum war sie überhaupt unterwegs, warum hat sie sich nicht gewehrt, nicht geschrien? Mit solchen und ähnlichen Fragen werden viele Mädchen und Frauen nach einer Vergewaltigung konfrontiert. „Wir wollen den Vorurteilen und Vorwürfen widersprechen, indem wir deren Absurdität verdeutlichen“, so Melanie Rosendahl von der Beratungsstelle, die gleichzeitig erläutert, dass die negativen Stimmen und Anfeindungen oft auch aus dem engen Umfeld der Frauen kommen. „Diese Vorwürfe sind natürlich absolut haltlos“, so Melanie Rosendahl. „Die Frauen benötigen viel  Kraft, um sich gegen diese Vorbehalte abzugrenzen. Das muss aufhören.“ In den Vorurteilen und Verurteilungen stecken nicht nur Beschuldigungen gegenüber der Frau, sondern auch eine gleichzeitige Entlastung des Täters. Die Folgen können schwerwiegend sein: Frauen verschließen und schämen sich, möchten nicht über das Erlebte sprechen und in der Konsequenz auch nicht anzeigen oder eine Beratungsstelle aufsuchen, da sie überall mit entsprechenden Vorbehalten gegen sich rechnen.

Mit dieser Plakatkampagne werden die Beschuldigungen stark überzeichnet und der Gesellschaft wie ein Spiegelbild gegenüberstellt; somit wird die Absurdität der Vorwürfe deutlich und hilft dabei, sich von den grundlosen Vorwürfen zu distanzieren – „Ich wurde von einer Mücke gestochen – Du hast sie bestimmt provoziert“.

 

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld unterstützt die Plakataktion ebenso wie auch die Geschäftsstelle des bffbff steht für: Bundes-Verband Frauen-Beratungs-Stellen und Frauen-Not-Rufe: Frauen gegen Gewalt e.V. Die Plakate wurden von der Werbeagentur Y&R für die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt entwickelt. Grundlage ist ein humorvoller, aufklärender Ansatz, der der Gesellschaft vor Augen führen soll, dass eine Vergewaltigung nicht provoziert werden kann, sondern die Tat eine Grenzüberschreitung ist, die immer vom Täter ausgeht.

 

Gesetzliche Änderungen bei den Sexualstraftaten, wie durch die Reform des Sexualstrafrechts 2016 geschehen, sind notwendig, aber sie reichen nicht aus. „Es muss aufhören, dass den betroffenen Frauen eine Mitschuld unterstellt wird“, erläutert Melanie Rosendahl das Engagement des Frauennotruf Bielefeld e.V.  für die Kampagne. „Wir hoffen, dass die Plakate für eine hilfreiche Debatte sorgen und zum Umdenken anregen.“Mit einer auffälligen Plakatkampagne, die ab dem 20.3.2018 an den Bielefelder Litfaßsäulen zu sehen ist, unterstützt der Frauennotruf Bielefeld e.V. Frauen und Mädchen, die sich nach einer Vergewaltigung ungerechtfertigten Vorurteilen und Vorwürfen ausgesetzt sehen.

 

Warum war sie alleine oder so spät unterwegs, warum hatte sie an, was sie an hatte, warum hat sie Alkohol getrunken, warum war sie überhaupt unterwegs, warum hat sie sich nicht gewehrt, nicht geschrien? Mit solchen und ähnlichen Fragen werden viele Mädchen und Frauen nach einer Vergewaltigung konfrontiert. „Wir wollen den Vorurteilen und Vorwürfen widersprechen, indem wir deren Absurdität verdeutlichen“, so Melanie Rosendahl von der Beratungsstelle, die gleichzeitig erläutert, dass die negativen Stimmen und Anfeindungen oft auch aus dem engen Umfeld der Frauen kommen. „Diese Vorwürfe sind natürlich absolut haltlos“, so Melanie Rosendahl. „Die Frauen benötigen viel  Kraft, um sich gegen diese Vorbehalte abzugrenzen. Das muss aufhören.“ In den Vorurteilen und Verurteilungen stecken nicht nur Beschuldigungen gegenüber der Frau, sondern auch eine gleichzeitige Entlastung des Täters. Die Folgen können schwerwiegend sein: Frauen verschließen und schämen sich, möchten nicht über das Erlebte sprechen und in der Konsequenz auch nicht anzeigen oder eine Beratungsstelle aufsuchen, da sie überall mit entsprechenden Vorbehalten gegen sich rechnen.

Mit dieser Plakatkampagne werden die Beschuldigungen stark überzeichnet und der Gesellschaft wie ein Spiegelbild gegenüberstellt; somit wird die Absurdität der Vorwürfe deutlich und hilft dabei, sich von den grundlosen Vorwürfen zu distanzieren – „Ich wurde von einer Mücke gestochen – Du hast sie bestimmt provoziert“.

 

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld unterstützt die Plakataktion ebenso wie auch die Geschäftsstelle des bffbff steht für: Bundes-Verband Frauen-Beratungs-Stellen und Frauen-Not-Rufe: Frauen gegen Gewalt e.V. Die Plakate wurden von der Werbeagentur Y&R für die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt entwickelt. Grundlage ist ein humorvoller, aufklärender Ansatz, der der Gesellschaft vor Augen führen soll, dass eine Vergewaltigung nicht provoziert werden kann, sondern die Tat eine Grenzüberschreitung ist, die immer vom Täter ausgeht.

 

Gesetzliche Änderungen bei den Sexualstraftaten, wie durch die Reform des Sexualstrafrechts 2016 geschehen, sind notwendig, aber sie reichen nicht aus. „Es muss aufhören, dass den betroffenen Frauen eine Mitschuld unterstellt wird“, erläutert Melanie Rosendahl das Engagement des Frauennotruf Bielefeld e.V.  für die Kampagne. „Wir hoffen, dass die Plakate für eine hilfreiche Debatte sorgen und zum Umdenken anregen.“

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Mueckeplakat_fuer_Bielefeld.pdf4.4 M