Gewalt gegen Frauen

Wir sind für Sie da!

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0521 - 12 42 48

oder über unser Kontaktformular.

 

Unsere Sprechzeiten:

Mo. 18.00 - 22.00 Uhr

Di. 10.00 - 12.00 Uhr

Do. 14.00 - 18.00 Uhr

Türkischsprachige Beratung:

Fr. 11.00 - 13.00 Uhr

Russischsprachige Beratung:

Di. 10.00 - 12.00 Uhr

 

Beratung an der Universität Bielefeld:

Do. 12.00 - 14.00 Uhr in L3-119

Tel: (0521) 106 - 4208

Email: frauennotruf@uni-bielefeld.de

Stalking

Stalking heißt zum Beispiel

Das passiert nicht nur ein Mal, sondern immer wieder und zu unterschiedlichen Zeiten. Hier was entfernt
Die Betroffenen (in der Regel) Frauen werden unter Druck gesetzt. Es wird versucht, ihnen in möglichst vielen Lebensbereichen die Kontrolle zu entziehen.

Wenn Sie Stalking erleben, kann das unterschiedliche Folgen haben, z.B.

  • Sie haben Angst, Sie können nicht mehr schlafen, Sie sind gereizt
  • Sie fühlen sich hilflos, ständig beobachtet, nicht einmal zu Hause fühlen Sie sich sicher
  • Sie gehen nicht mehr an Orte, an denen Sie den StalkerDie Person, die Sie belästigt oder bedroht. treffen könnten

Wie können Sie mit Stalking umgehen?

Stalking hat nichts mit Liebe oder Liebeskummer zu tun.

Der folgende Text ist in schwerer Sprache. Fragen zum Thema können Sie direkt mit unseren Beraterinnen besprechen.

Stalking

„Stalking“ (engl.) ist ein Wort, das ursprünglich aus der Jagdsprache stammt. Auf deutsch wird manchmal der Begriff „beharrliche Nachstellung“ oder „Psychoterror“ benutzt. Verstanden werden darunter wiederkehrende Belästigungen unterschiedlicher Qualität und unterschiedlichen Ausmaßes. Zentral ist dabei, dass die Handlungen und KontaktversucheDie Person versucht, Sie anzusprechen, Sie anzurufen oder schickt Post, eine SMS usw. gegen den ausdrücklichen Willen der Betroffenen regelmäßig fortgesetzt werden und zu einer BeeinträchtigungBeeinträchtigung heißt: Man kann etwas nicht gut. Man kann etwas gar nicht ihrer Lebensqualität führen.

Seit 2007 ist Stalking in Deutschland eine Straftat (§238 StGB). Stalking-Handlungen sind oft komplex. Folgende Aufzählung enthält Beispiele für häufig vorkommende Handlungen von StalkerDie Person, die Sie belästigt oder bedroht.n:

 

Tipps zum Umgang mit Stalking

Es ist wichtig, sich frühzeitig gegen das Stalking zur Wehr zu setzen; hilfreich kann z.B. sein:

  • Betroffene sollten dem StalkerDie Person, die Sie belästigt oder bedroht. einmal und unmissverständlich verdeutlichen, dass sie keinerlei Kontakt zu ihm wollen und ihn dann vollständig ignorieren. Jede weitere Reaktion lässt ihn hoffen und bestärkt ihn in seinen Handlungen. Manchmal kann es ratsam sein, keinen persönlichen Kontakt aufzunehmen, sondern über eine andere Person (z.B. ein/e Rechtsanwält/in) zu kommunizieren.
  • Öffentlichkeit kann schützen. Daher sollten Betroffene Familie, FreundInnen, KollegInnen, NachbarInnen usw. informieren.
  • Möglichst alles sollte dokumentiert werden. Dazu Briefe, SMS, Mails etc. sichern, Handlungen und Tatzeugen aufschreiben. Dies kann als Beleg bei einer Anzeige oder im Rahmen eines Zivilverfahrens wichtig sein.
  • Bei Telefonterror gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können ihre Telefonnummer bei der Telefonauskunft streichen lassen und eine neue Telefonnummer beantragen, die geheim bleibt. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Fangschaltung beim jeweiligen Telefonanbieter zu beantragen. Sie sollten sich vorher über entstehende Kosten informieren.

 

Rechtliche Möglichkeiten

1. Strafrecht: Seit März 2007 ist es möglich, Strafanzeige im Fall vonStalking zu stellen (§238 StGB). Den Wortlaut des Gesetzestextes finden Sie unter www.bmj.bund.de. In manchen Städten gibt es speziell geschulte Beamte, die für Stalkingfälle zuständig sind. Es ist sinnvoll, sich zur Anzeigenaufnahme direkt an die entsprechenden Beamten zu wenden.

2. Zivilrecht: Im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes kann beim Amtsgericht eine einstweilige Verfügung oder eine Unterlassungsklage beantragt werden. Dabei ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld anwaltlich beraten zu lassen.

Der FRAUENNOTRUF Bielefeld e.V. berät Sie gern über Handlungs- und Schutzmöglichkeiten in Ihrer persönlichen Situation.